Mona Nemmer, Ernährungsexpertin des Liverpool FC, muss auch zu Coronazeiten darauf achten, dass sich die Spieler in Quarantäne gesund ernähren.

Eine gesunde Ernährung ist ein wichtiger Bestandteil im Leben eines Profisportlers. Das weiß Mona Nemmer wohl am Besten. Die Deutsche ist verantwortlich für den Essensplan der Spieler des Liverpool FC. Sie entscheidet, welche Speisen und Zutaten die Profis in Melwood zu sich nehmen müssen. Die Kantine im Liverpooler Trainingsgelände steht derzeit jedoch leer. Aufgrund des Coronavirus verbringen sowohl Nemmer als auch die Spieler ihre Zeit zuhause.

Damit sich die Spieler dennoch richtig ernähren und so wenig wie möglich rausgehen müssen, hat Mona Nemmer ein cleveres Konzept entwickelt, um die optimale Ernährung von Jürgen Klopps Kader zu gewährleisten: „Wir haben damit begonnen, eine Art Liefersystem einzuführen, um zu vermeiden, dass die Spieler rausgehen müssen, damit sie die staatlichen Vorschriften so gut wie möglich befolgen können, indem sie zu Hause bleiben“, sagte Nemmer gegenüber der Vereinswebsite. „Das Menü oder Rezept wird über WhatsApp oder einen beliebigen digitalen Kanal ausgegeben. Die Spieler können dann aufschreiben, was sie benötigen und welche Lebensmittel im Haus fehlen. […]“

„[…] Wir versuchen, ‚vernünftige‘ Menüs aufzustellen, da es in schwierigen Zeiten ungewöhnliche oder innovative Ansätze benötigt. Wir versuchen, uns an die aktuelle Essenssituation anzupassen, damit es auf diese Weise nicht luxuriös ist, und wir versuchen, es recht einfach, aber immer noch interessant und immer noch sehr lecker zu halten mit allem, was sie brauchen, weil sie noch trainieren und Kraft aufbauen.“

Liverpool players attend a training session at Melwood in Liverpool, north west England on March 10, 2020, on the eve of their UEFA Champions League last 16 second leg football match against Atletico Madrid. (Photo by Paul ELLIS / AFP) (Photo by PAUL ELLIS/AFP via Getty Images)

Nemmer vermisst Melwood-Atmosphäre

Nicht nur mit den Spielern arbeitet Mona Nemmer intensiv zusammen. Auch der Kontakt mit dem restlichen Trainerteam ist zu dieser Zeit wichtig. Nemmer freut sich über den regelmäßigen Austausch, vermisst jedoch die regelmäßigen Treffen in Melwood: „Ich vermisse die Melwood-Atmosphäre, ich vermisse die Kollegen dort und ich habe schon nach ungefähr zwei Tagen alles vermisst!„, gesteht Nemmer, die 2016 vom FC Bayern München zu den Reds stieß.

„Ich denke, die aktuelle Situation ist für uns noch herausfordernder, aber ich denke, als Team hat uns die Art und Weise, wie wir die Kommunikationsstruktur um uns herum aufgebaut haben, in gewisser Weise noch enger miteinander verbunden. Wenn du dich auf bestimmte Arten von Kommunikationstools verlässt, ändert sich meiner Meinung nach deine Arbeitsroutine, da du normalerweise von Büro zu Büro gehst und dies die Art der kurzen Kommunikation ist, um Entscheidungen zu treffen. Aber ich denke, wir haben einen wirklich guten Weg gefunden, um Dinge miteinander zu teilen und zu verknüpfen und aktualisieren uns gegenseitig mit Neuigkeiten aus den verschiedenen Abteilungen des Clubs.“